21.05.2013

Auf nach Teheran!


West-Östlicher Diwan # reloaded

Wir packen die Koffer und fliegen zum Proben in den Iran. Gemeinsam mit der Mimegruppe Paradata arbeiten, spinnen und spielen wir an unserer neuen Produktion. Gemeinsam mit dem Regisseur Harald Fuhrmann und unserem Produktionsassistenten Max Reiniger fliegen wir in die wilde Stadt am Fuße des Elborz, auf der Suche nach Gesprächen, Geschichten und Bildern. Vogelgespräche, Heldengeschichten, Dichterbrücken - eine Völkerverständigung auf dem Theater.

In Dresden werden unsere gemeinsamen Arbeiten in verschiedener Gestalt und in verschiedenen Stadien zu sehen sein. - Zunächst vom 08. bis 14.Juli beim Internationalen SchaubudenSommer, dann als Installation und Performance vom 24. bis 30.August bei der OSTRALE 2013 und schließlich in einem Theaterstück vom 05. bis 07.September im Societaetstheater Dresden.



02.05.2013

Werkschau / 6.-9.6. Societaetstheater Dresden

Die Compagnie Freaks und Fremde präsentiert in einer Werkschau neun Inszenierungen aus dem aktuellen Repertoire. Diesmal stehen insbesondere Arbeiten im Vordergrund, die in Zusammenarbeit mit anderen Theatern und Companien entstanden sind. Ein verlängertes Wochenende Theater pur! Mit besten Grüßen - Love and Chaos - Sabine Köhler und Heiki Ikkola.
TICKETS bestellen unter office@freaksundfremde.de oder telefonisch im Societaetstheater: 0351 - 803 68 10.
(Ein begrenztes Kontingent Werkschau-Spezial-Tickets ist nur unter unser email-Adresse erhältlich: insgesamt fünf Vorstellungen für 25 €. Einfach die gewünschten fünf Vorstellungen per email senden, wir schícken dann eine Bestätigung.)

Alle Informationen und Spieltermine gibt es hier:


30.04.2013

"Foxtrott ist und bleibt ein schöner Tanz."

Es gibt so viel zu lernen. Ein jeder von uns sollte ein wenig Dementisch beherrschen, so wie eine andere Sprache oder die Verbindung zu einer anderen interessanten Kultur. Auch wenn ein dementer Mensch oft die Orientierung verliert, Vergangenheit und Gegenwart vermischt: Stimmt man ein Lied an, dann kommen manchmal etliche Strophen wieder, nimmt man ihn oder sie in den Arbeit und beginnt zu tanzen, dann sind sie wieder da, die Schritte - lang, lang, kurzkurz, lang, lang ...

DIE GESCHICHTE VOM FUCHS, DER DEN VERSTAND VERLOR
von Martin Baltscheit
Mit Sabine Köhler, Frieder Zimmermann und Heiki Ikkola.

05.Mai 2013 um 15.00 Uhr / 06.Mai 2013 um 10.30 Uhr /
07.Mai 2013 um 10.30 und 16.00 Uhr 
im Comedia Theater Köln.
Ein generationenübergreifendes Theatererlebnis.
Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2012.

West-Östlicher Diwan # Reloaded

Als ich im Herbst 2011 zum ersten Mal nach Teheran flog, um Studenten der Tehran University in verschiedenen Puppenspieltechniken zu unterrichten, erklärten mich viele Menschen für verrückt, als würde ich in die Höhle des Löwen reisen.
Die Arbeit im Iran, die Begegnungen mit Theatermachern, Leuten auf der Straße, die Abende bei Freunden in diesem gastfreundlichsten Land der Welt, läßt mich seitdem nicht mehr los … Ich erlebte eine der lebendigsten Städte, die ich kenne. In den Parks sitzt und flaniert man am Nachmittag, bis die Sonne untergeht, Wasserspiele kühlen die Luft jenseits der verkehrschaotischen Straßen. Natürlich sitzen auch Frauen am Steuer, man ist modebewusst, ist in sein Smartphone vernarrt, aber auch in Bücher, geht Hand in Hand und versucht den „Schleier“ möglichst weitläufig zu definieren.- Das Verhältnis vieler Menschen zur Regierung ist vergleichbar mit Erfahrungen, die wir mit dem der Partei- und Staatsführung in der DDR gemacht haben. Vielleicht fühle ich mich deshalb sehr schnell vertraut mit allem, was mich umgibt. - Ich rede mit einem Teeverkäufer, vor dessen Laden ich noch am späten Abend sitze, englisch, soweit er es versteht, ein paar Brocken Farsi und Hand-und-Fuß-Sprache eben. Ich laufe durch die Engelab-Straße, ein Kilometer nur Buchläden, neben zahllosen persischen Büchern finden sich auf den Buchdeckeln auch die Porträts europäischer Schriftsteller und Denker, Kafka, Nietzsche, Shakespeare, Goethe, Büchner, Cervantes, Voltaire, Brecht, Dostojewski, ja auch Ingo Schulze und Judith Hermann. Man kennt unsere Literatur. Hier lebt die eigene Kultur als auch die Begegnung mit dem Fremden, ohne es als Fremdes anzusehen, Shakespeare, Kafka, Brecht, die europäischen Philosophen gehören hier in den selbstverständlichen Bildungskanon. Aber was wissen wir über die persische Kultur? Wer kennt schon Rumi, Ferdosi und Attar in Deutschland?
Ende Mai 2013 reist die Cie.Freaks und Fremde wieder nach Teheran, um gemeinsam mit dem Pantomime-Theater Paradata eine Zusammenarbeit zu beginnen. Wir möchten mit dieser Arbeit eine, sicher fragile, Brücke zwischen unseren Ländern spannen, über Gräben der Vorurteile und Ränkespiele politisch Verantwortlicher hinweg. Im Sommer proben wir in Deutschland, bei der Ostrale 2013 und im Societaetstheater Dresden werden die Versionen der entstandenen Arbeit West-Östlicher Diwan # Reloaded zu sehen sein.

Das Team
Sabine Köhler, Davoud Rashidi Alavijeh, Shahab Anousha, Heiki Ikkola, Abdolreza Keshavarzahmadi, Hesameddin Mohammadianpour
Musik: Daniel Williams 
Produktionsassistent: Max Reiniger  
Licht: Falk Dittrich
Coaching: Harald Fuhrmann
Wir danken für die großzügige Unterstützung unserer Förderer. Diese Arbeit wird gefördert durch den Fonds Darstellende Künste, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Landeshauptstadt Dresden und die Botschaft der BRD in Teheran.









28.04.2013

Es brennt, es brennt!


Wie jedes Jahr spielen wir am 30.April wieder mit dem Feuer. Zusammen mit der KURZ&LANG JuWie Dance Company verschleudern wir uns zur Walpurgisnacht für das tobende Publikum an der Elbe: Das große Walpurgisnacht-Fest am Eselnest in Dresden-Pieschen steigt um 18.00 Uhr und um 21.00 Uhr fliegen die Burning Puppets durch die Luft.
Mit dabei sind außerdem die Fanfare Kalaschnikow und das Trommelschloss Dresden.

13.04.2013

Geschwister Grimmig bei Theaterstarter

Vom 21. bis 26.April 2013 reisen die Geschwister Grimmig mit ihrem Kultstück vom Wolf und den sieben Gesslein durch das Aachener Land und Belgien, und machen die Gegend unsicher!
Vergnügliche Anarchie, inbrünstiger Gesang und bestaunenswerte Flachfiguren im berühmtesten Versteckspiel der Literaturgeschichte! - Frühlingstour!

Foto: jsn-media-art

Es spielen: HannoWuckasch und Heiki Ikkola
Ausstattung: Bärbel Haage

21.April 2013 in Eupen (B), 22.April 2013 in Erkelenz (D), 23.April 2013 in Heimbach, 24./25.April 2013 in St.Vith (D), 26.April 2013 in Übau-Palenberg (D)

11.04.2013

Premiere im Max-Planck-Institut

Foto: Klaus Gigga

Es ist soweit, die Premiere im Max-Plack-Institut für molkulare Zellbiologie und Genetik kommt:
12.April 2013 um 18.00 und 21.00 Uhr
"Ziffer, Zelle, Zebrafisch"

Gemeinsam mit dem tjg.theater junge generation und dem MPI-CBG ist diese Produktion entstanden, an deren Ende für alle Beteiligte viele Fragen offen bleiben, mancher hat Federn gelassen, ein andrer die Nerven. Wir hatten das Glück, etliche Proben mit Kindern zu haben, das Institut unterstützte uns, wo es konnte. Wir danken besonders information officer Florian Frisch, durch dessen Engagement, diese ganze Koproduktion überhaupt zustande kam.

DAS TEAM
Performance - Sabine Köhler, Ivana Sajevic, Vineeth Surendranath / Ali Mahmoud
Regie und Text - Heiki Ikkola / Assistenz - Max Reiniger
Musik - Daniel Williams / Video - Yvonne Brückner, Stephan Retzlaff
Bühne und Kostüme - Rita Hausmann
Dramaturgie - Ulrike Lessmann / Assistenz - Karin Herrmann

Warum gehen wir als TheaterCompagnie in ein Forschungslabor? - Computer, endlose Gefäße mit Versuchsfliegen, Aquarien mit Zebrafischen, die gentechnisch verändert sind, Kühlräume, Mikroskope – wollen wir an so einen Ort gehen, um Theater zu machen? Und warum? - - - Die erste Begegnung war faszinierend. Allein die Arbeitsatmosphäre ist inspirierend – Menschen aus 45 Ländern arbeiten an ganz ähnlichen Fragen, flache Hierarchien in Teams und Arbeitsgruppen, man arbeitet zeitlich so, wie es die Projekte verlangen – Arbeit und Leben sind faktisch kaum getrennt und bilden eine Einheit. Ganz neugierig geben sich die Forscher den Fragen hin, die sie sich stellen, Grundlagenforschung, vermeintlich ohne den Nutzeffekt bereits im Visier zu haben. Neue Antworten generieren immer neue Fragen. - Ist das nicht eine Arbeitsstruktur, die wir uns auch im Theater wünschen? - - - Also gehen wir mit dem Forscher auf Entdeckungsreise und haben an seinen Entdeckungen teil - Entdeckungen, die Antworten auf solche Fragen geben: Wie entsteht Leben? Wie wird aus einer einzelnen kleinen Zelle ein vollständiger Mensch? - Die Antworten, soviel wissen wir bereits, werden meist unvollständig bleiben, denn mit jeder neuen Erkenntnis tauchen neue und oft viel kompliziertere Fragen auf. Der Suchweg verzweigt sich. Welcher Spur, welcher Frage soll man weiter folgen? - - - Das ist doch auch im Theater so. Wir wählen einen Ausschnitt aus dem Leben und nehmen ihn unter die Lupe, und wenn es glücklich läuft, sind wir etwas schlauer – doch meist ist der „Vorhang zu, und alle Fragen offen.“ - - - Ist das dann also Scheitern, wenn der Wissenschaftler hinter einer Lösung wieder ein neues Rätsel freilegt? Ist es Scheitern, wenn ein Theaterstück statt Antworten Fragen und Ungewissheiten zurück lässt? - - - Schön ist auch, das Proben eines Theaterstückes grundsätzlich als ein Experiment zu verstehen: bevor man beginnt, kann man über dessen Ergebnis mutmaßen, man kann Dinge erwarten, ahnen - doch das Ergebnis eines Experiments lässt sich nicht sicher vorhersagen. Wie denn auch? Schließlich soll etwas Neues entdeckt werden. - - - Und manchmal kommen ganz andere Fragen auf: Warum fließt gerade in die Molekularbiologie und die Genforschung so viel Geld? Wie weit darf ein Forscher gehen? Wozu führen seine Erkenntnisse in der Praxis, in der Medizin, in der Industrie? Ich bin zerrissen, wenn ich mir diese Fragen stelle, aber vielleicht gehört auch das einfach dazu, wenn man in unserer Zeit lebt und sie befragt. - - - Wonach suchen wir überhaupt? Und warum? Warum sucht ein Forscher? Wie sucht er? Wann ist er an seinem Ziel angekommen? Gibt es das überhaupt?

10.04.2013

The Next Generation


Frisch aus dem Ei geschlüpft ist die KURZ&LANG JuWie Dance Company.
Im Festspielhaus Hellerau präsentierte die junge Company ihr Stück "AQUA H2O".
Das Konzept-Team Jule Oeft und Wiebke Bickhardt hat eine Menge vor, gemeinsam mit Gast- tänzern und künstlern realisieren sie gemeinsame Projekte in und um Dresden.
"Im Tanz kann man nie unbemerkt unehrlich sein. Tanz ist eine kulturübergreifende Kunst- und Kommunikationsform, in der wir uns ausdrücken können, die zu erforschen, wir uns als freischaffende Company zur Aufgabe gemacht haben."
Freaks und Fremde unterstützen die Arbeit der jungen Company und gemeinsam verwirklichen wir Projekte an den Grenzen zwischen Tanz, Performance und Objektheater.

28.03.2013

Was ist Leben?

Bis zum 12.April 2013 legen wir eine Spielpause ein und proben .

 

In der Inszenierung ZIFFER, ZELLE, ZEBRAFISCH verläßt ein Theater seine Bühne, um sich in einem Forschungsinstitut einzurichten. Ein Wissenschaftler enfernt sich von seinem Arbeitsplatz im Labor, um davon zu erzählen, was ihn jeden Tag antreibt und motiviert. Performer durchbrechen die Grenze zu den Zuschauern, um mit Kindern elementare Fragen an das Leben zu stellen.
Im Zusammentreffen von tjg. theater junge generation, der Cie. Freaks und Fremde und dem Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik geht es um mehr als um die Vermittlung wissenschaftlichen Expertenwissens. Es entsteht eine Theaterarbeit, die sich mit dem menschlichen Forscherdrang und den Fragestellungen nach der Entstehung und der Vielfalt des Lebens auseinandersetzt. Theater an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Kunst und Bildung, das das Fragen in den Mittelpunkt stellt, den Prozess als Experiment begreift und Fehler als Erkenntnisgewinn ernst nimmt. 


Premiere am 12.04.2013
im Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden
18.00 Uhr und 21.00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 13.04. / 23.-30.04. / 15.-16.05. / 02.-05.07.2013

Regie / Stückentwicklung Heiki Ikkola
Musik Daniel Williams
Ausstattung Rita Hausmann
Mitarbeit Video Yvonne Brückner
Dramaturgie Ulrike Lessmann
Produktionsassistenz Max Reiniger
Dramaturgieassistenz Karin Herrmann
Performance Sabine Köhler, Ivana Sajevic, Vineeth Surendranath

18.03.2013

Der Fuchs im Frühling


Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor
von Martin Baltscheit
Wir spielen unsere neueste Inszenierung diesem Jahr noch einmal im Comedia Theater Köln und im Societaetstheater Dresden. 
Köln:
19.März 2013 um 10.30 und 16.00 Uhr
20./21.März 2013 um 10.30 Uhr
Dresden:
22./23.März 2013 um 20.00 Uhr
24.märz 2013 um 16.00 Uhr

Es spielen Sabine Köhler, Heiki Ikkola und Frieder Zimmermann. (Fotos: jsn-media-art)
Nominiert für den Kölner Kinder- und Jugendtheaterpreis.

Das schreibt zum Beispiel der Autor Martin Baltscheit:
"Wer Bilderbücher macht, fürchtet die Theateraufführung zu diesen Büchern, weil er Angst hat, sein Buch nicht wieder zu erkennen, oder aber zu viel davon wieder zu erkennen und nicht überrascht zu werden.
Der Autor ist ein eitler Mann, der sich selbst für unerreicht und über alle Maßen herrlich hält und es kaum erträgt, wenn etwas besser oder schlechter ist als er selbst.
Dann aber passiert es, dass er ein Stück sieht, entstanden aus einer Geschichte seiner Bücher und er berührt wird. Er sieht seine Arbeit und noch etwas anderes, etwas Verborgenes, kleine und große Wunder, von denen er 2nichts wusste. Er sieht ein Stück und denkt nicht in besser und schlechter, er denkt etwas Neues. Er wird ein Zuschauer der ersten Minute und demütig.
Er ist durch und durch inspiriert von der Arbeit der Zaubermeister des Theaters und nimmt mehr nach Hause, als er beabsichtigt hatte. - Lieber Heiki, liebe Sabine, vielen Dank für die wunderbare Arbeit an dem Fuchs, der den Verstand verlor."
(Martin Baltscheit, 02.09.2012)
Wir danken unseren Förderern:
Fonds Darstellende Künste, Robert Bosch Stiftung, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, Projekt Workspace des Landes NRW.


02.03.2013

Ente, Tod und Tulpe wieder auf Tour


Nach vier Wochen Safari gibt es nun wieder Theatervorstellungen!
Noch einmal sind wir mit Wolf Erlbruchs "ENTE, TOD UND TULPE" unterwegs.

08. - 12.März 2013 in Tirol
14.März 2013 im Vorderhaus Fabrik Freiburg

Es spielen: Martina Couturier, Heiki Ikkola
Musik: Marie Elsa Drelon
Licht: Josia Werth
Regie: Jörg Lehmann
Puppen: Sabine Köhler
Produktion: Martina Couturier


20.01.2013

Auf Reisen! Auf Reisen!

Liebe Freunde der unbequemen Unterhaltung!
Am 25.Januar 2013 verlassen wir unsere Basisstation in Dresden für einige Zeit. Erst Mitte März wird es hier neue Einträge von uns geben.
In der Zwischenzeit fahren wir mit unseren Stücken nach Bildern von René Magritte nach Liechtenstein und Stuttgart. Und von dort fliegen wir dann für vier Wochen nach Südafrika auf Geschichten-Safari. Wieder zurück in Europa wird es zunächst eine kleine Tournee durch Tirol geben mit "Ente, Tod und Tulpe" und wieder mit Magritte einen kleinen Abstecher nach Aarau.
Nach Dresden kehren wir dann am 22.März 2013 zurück, zunächst mit drei Aufführungen von "Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor" und dann proben wir weiter für unsere neue Inszenierung.

12.01.2013

Achtung Stuttgart!




Late-Night-Show am 02.Februar 2012 um 22 Uhr
im FITZ Stuttgart 
"FREAKSHOW - The Best In Town"
Gleich im Anschluss an die Vorstellung "Das Schweigen der Welt".

03.01.2013

Theater-Stücke nach Bildern von René Magritte in Liechtenstein und Stuttgart



Der belgische Maler René Magritte war ein Freund der einfachen Dinge. Auf seinen Bildern finden sich: ein Ei, ein Hut, eine Tabakspfeife, ein Spiegel, der Himmel. Mit diesen Dingen und ihren Abbildern beginnt er zu spielen, zu jonglieren und entwickelt so eine Welt voller Bilderrätsel, Traumspiele und Verwirrungen. Er selbst nennt seine Bilder sichtbar gemachtes Denken. In ihren Theaterstücken folgen Freaks und Fremde dem Maler und entdecken ein Universum ...

"Der Traumschlüssel"  
Eine Version für Kinder (entstanden in Koproduktion mit dem tjg.theater junge generation Dresden)
zu Gast im TAK Liechtenstein 
27.Januar 2013 um 15.00 Uhr 
28.Januar 2013 um 10.00 und 14.00 Uhr

"Das Schweigen der Welt" 
zu Gast im FITZ Stuttgart
31.01. - 02.02.2013 um 20.30 Uhr

Theater Forschung Labor – Eine Performance für Neugierige, Wissenschaftler und Zweifler


Ziffer, Zelle, Zebrafisch
Cie. Freaks und Fremde / tjg. theater junge generation / Max-Planck-Institut CBG 


Im Zusammentreffen von Forschungsinstitut, Kinder- und Jugendtheater und freier Theatercompagnie entsteht eine Theaterarbeit für junges Publikum, die sich mit dem Forscherdrang des Menschen im Allgemeinen und den Fragestellungen nach der Entstehung und Vielfalt des Lebens auseinandersetzt. Im Entstehungsprozess begegnen sich Arbeitsprinzipien, Fragestellungen und Zielsetzungen der drei Kooperationspartner. Poesie und Wissenschaft treffen aufeinander und verbinden sich zu einer Hommage an das Leben, seine Vielfalt, seine Rätsel und die Lust am Fragen.
Das Theater verlässt das Theater und zieht in ein Forschungsinstitut ein. Es macht sich das Erforschen der Grundlagen unseres Lebens zum Gegenstand und wird selber zum Forschungslabor. - Bevor ein Experiment beginnt, kann man über dessen Ergebnis mutmaßen, man kann Dinge erwarten, ahnen - doch das Ergebnis eines Experiments lässt sich nicht sicher vorhersagen. Wie denn auch? Schließlich soll etwas Neues entdeckt werden. - Das Problem ist, dass wir nicht genau wissen, was wir nicht wissen.

Die Grundbewegung des Stückes ist die Suche.
Und dann ist da die Frage: Wonach suchen wir überhaupt? Und warum? Warum sucht ein Forscher? Wie sucht er? Wann ist er an seinem Ziel angekommen? Gibt es das für ihn überhaupt? - Fragen wir ihn selber. Können wir ihn verstehen, spricht er unsere Sprache? - Also begleiten wir ihn ein Stück.
Wir gehen mit dem Forscher auf Entdeckungsreise und haben an seinen Entdeckungen teil - Entdeckungen, die Antworten auf solche Fragen geben: Wie entsteht Leben? Wie wird aus einer einzelnen kleinen Zelle ein vollständiger Mensch? Doch die Antworten, soviel wissen wir bereits, werden meist unvollständig bleiben, denn mit jeder neuen Entdeckung und Erkenntnis tauchen immer neue und oft viel kompliziertere Fragen auf. Der Suchweg verzweigt sich. Welcher Spur, welcher Frage soll man weiter folgen?
Wie geht man als Forscher damit um, dass man jeden Tag dazulernt, also im Grunde sehr wenig weiß? Wollen wir alles wissen?

Die erste Probenphase hat begonnen und endet am 24.Januar. Am 12.April 2013 wird dann die Premiere im Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden stattfinden.

Regie: Heiki Ikkola
PerformerInnen: Sabine Köhler, Ivana Sajevic, Vineeth Surendranath
Musik: Daniel Williams 
Ausstattung: Rita Hausmann
Video: Yvonne Brückner, Stephan Retzlaff 
Dramaturgie: Ulrike Lessmann
Produktionsassistenz: Max Reiniger